Fortsetzung - Geschichten vom bösen Wolf(f) - Teil 3

Teil 3 der „Geschichten vom bösen Wolf(f)“ berichtete am 11. Juni 2017 über das Schicksal von Herrn D. Das war damals schon eine ziemlich heftige Sache. Gegenüber der Fortsetzung, die nun folgt, liest sich der Anfang der Geschichte eher harmlos. Hier der Anfang. So, wie er sich im Juni 2017 darstellte und niedergeschrieben wurde:

Geschichten vom bösen Wolf(f) – Teil 3
Jahrelang hatte Herr D. Veranstaltungen von Sol&Haben besucht. Sich informiert, Fragen gestellt, gegessen, getrunken. Immer ruhig, immer zurückhaltend. Kunde ist er nie geworden. Soluciones Europeas hatte einige Kleinigkeiten für ihn erledigt. Mehr war ihm zu teuer. Später kam er als Mitglied der Parkinson Selbsthilfegruppe gelegentlich nach Solvida. Man grüßte sich, tauschte freundliche Worte aus. Mehr nicht.
 
Eines Sonntags meldeten die diensthabenden Pflegerinnen über die WhatsApp-Gruppe von Solvida, ein fremder Mann sei aufgetaucht. Er sei erschöpft, schmutzig, nicht wohlriechend, wirke verwirrt und verlange seine Medikamente. Sie schickten ein Foto. Wolff erkannte Herrn D. Er ordnete an, den Mann zu versorgen. Essen, Trinken, waschen, frische Kleidung und ihn dann provisorisch unterzubringen. Da keine Kontaktdaten von Angehörigen bekannt waren, wollte man sich am Montag darum kümmern. Am Montag war Herr D. besser drauf, frühstückte, sprach mit Harald Wolff und übergab ihm einen Beutel mit einem Behälter, den er sicher verwahrt haben wollte. Er fühlte sich verfolgt und wollte seine Wertsachen gesichert haben. Auf keinen Fall solle man seiner Frau, von der er seit vielen Jahren getrennt lebe, etwas aushändigen. Diese habe bereits 12.000 Euro aus einem Autoverkauf an sich genommen und wolle sie ihm nicht zurückgeben. Etwa gleichzeitig traf der Kontaktbeamte der Sondereinheit der Guardia Civil für die Sicherheit von Senioren ein, mit dem Solvida in regelmäßigem Kontakt steht. Er war froh, Herrn D., der bereits gesucht wurde, wohlbehalten und gut versorgt in Solvida anzutreffen. Er wurde auch informiert, dass D. einen Behälter mit Wertsachen übergeben hatte. Nun traf auch die Ehefrau von D. ein. Die Begegnung war nicht harmonisch. Die Ehefrau erwähnte eine Frau, mit der er zusammenlebte und vor der bzw. deren Freunden/Angehörigen er geflohen sei. Er blieb zunächst in Solvida.
 
In den nächsten Tagen entschied Herr D. sich, bis auf weiteres in Solvida zu leben und unterschrieb einen Mietvertrag. Er vertraue Harald Wolff, den er ja schon lange kannte. Der Neurologe, der ihn von früher kannte, wurde hinzugezogen. Seine Frau kam, es gab Streit. Er wollte seine 12.000 Euro und sie sagte, sie wolle das Geld verwenden, um seine Behandlungskosten und die Kosten in Solvida zu bezahlen. Mit seinem Gesundheitszustand ging es auf und ab, bis es zu einer akuten Krise und er ins Hospital kam. Der Zustand verschlechterte sich, die Frau griff ein und sorgte für die Verlegung in ein anderes Hospital und später nach Deutschland. Weder die Rechnungen des Hospitals in das er von Solvida gebracht worden war, noch die Rechnungen von Solvida wurden bezahlt. Dafür tauchte die Ehefrau auf und wollte die Wertsachen haben, was D. ausdrücklich verboten hatte. Sie erfuhr von Harald Wolff und seinem anwesenden Anwalt, dass nur D., jemand, der von ihm wirksam bevollmächtigt oder ein gerichtlich bestellter Betreuer die Sachen ausgehändigt bekämen. Sie war sauer. Böser Wolff! Wenig später erschien sie mit einem handgeschriebenen Zettel, der eine Vollmacht darstellen sollte. Die Unterschrift darauf hatte keinerlei Ähnlichkeit mit der im Ausweis von D. oder seiner Unterschrift auf dem Mietvertrag mit Solvida. Sie war weder beglaubigt, noch war die Vollmacht notariell beurkundet, wie in Spanien erforderlich. Wolff durfte die Sachen also nicht herausgeben! Nun war die Frau richtig sauer. Eine gute Erziehung verbarg sie erfolgreich. Sie wurde laut und heftig. Böser, böser Wolff! "Das werde ich überall herumerzählen." Dieses Versprechen hat sie wohl gehalten.
 
Dieser Wolff ist einfach zu widerborstig. Nie macht er, was man von ihm will. Haarsträubend!

Hier ist die Fortsetzung Mitte 2018
Krankenhausbehandlung in Spanien
Anfang 2017 waren viele Dinge parallel passiert. Die Flucht nach Solvida war durch Verfolgungswahn und Halluzinationen ausgelöst worden, die als typische Nebenwirkungen bestimmter Parkinson-Medikamente bekannt sind. Mittlerweile hat sich auch die langjährige Freundin von Herrn D. geäußert. Sie hatte damals bei Frau D. nachgefragt, ob der verschwundene Herr D. vielleicht bei ihr aufgetaucht sei. Er jedoch hatte sich in seiner Verwirrung an Solvida und Harald Wolff erinnert, den er seit vielen Jahren kannte und dem er vertraute. Frau D. wusste ebenfalls von diesem langjährigen Kontakt und vermutete ihn in Solvida. Von Anfang an vermittelte sie in allen Gesprächen den Eindruck, als käme es ihr hauptsächlich darauf an, an die Vermögenswerte ihres Mannes heranzukommen, der wegen seiner Krankheit selbst zeitweise handlungsunfähig war. So versuchte sie mit Lautstärke, Drohungen und einem Zettel, den sie als Vollmacht ausgab, an die Wertsachen ihres Mannes heranzukommen. Gleichzeitig ließ sie sich von Wolff einen Rechtsanwalt empfehlen, um die Scheidung von ihrem Mann zu bewirken. (Um es vorweg zu nehmen: Der Anwalt riet ihr von der Scheidung ab, da sie als künftige Beamtenwitwe sicherlich besser wegkommen würde. Später ersetzte sie den echten Rechtsanwalt, bei ihrem Versuch, die Vormundschaft für ihren Mann gerichtlich zu erwirken, durch die falsche „Rechtsanwältin“ Janette Vehse) Herr D. durchlebte währenddessen eine schwere gesundheitliche Krise, die nach Arztmeinung durch die Veränderung der kompliziert einzustellenden Parkinson-Medikation durch den Patienten selbst entstanden war. Herr D. kam ins Krankenhaus, wo sich sein Zustand verschlechterte und ein Dekubitus (Wundliegen) hinzukam. Mit einer gemeinsamen Aktion von Frau D., seinem Neurologen und Solvida wurde Herr D. in eine andere Klinik verlegt. Das Privathospital verlangte einen Kostenvorschuss, den die Ehefrau, warum auch immer (sie hatte ja noch die 12.000 Euro aus dem Autoverkauf), nicht bezahlte. Als ein Ultimatum gestellt wurde, entweder sei innerhalb einer Stunde ein Vorschuss da, oder der Patient würde in das Kreiskrankenhaus verlegt, brachte der böse Wolf(f) das Geld persönlich hin. Am Samstag ziemlich aufwendig.

Verlegung nach Deutschland
Ab dann verliert sich die Spur für Solvida vorerst. Die Ehefrau, von der er seit rund 7 Jahren getrennt lebte, handelt. Sie sorgt dafür, dass er in Deutschland in verschiedenen Kliniken behandelt und im Pflegeheim versorgt wird. Die Rechnung von Solvida bleibt unbezahlt. Das erste Hospital mahnt die dort ebenfalls unbezahlten Rechnungen bei Solvida an. Die Sache ruht.

Rückkehr nach Spanien
Im Sommer 2017 wird er wieder nach Spanien in ein Pflegeheim unweit von Solvida gebracht. Solvida erfährt nichts davon. Zufällig trifft ihn dort eine langjährige Bekannte, Frau F., die auch mit Harald Wolff bekannt ist. Er sitzt völlig apathisch in einem Gang im Rollstuhl. Sie spricht mit ihm. Er beklagt sich darüber, dass er sich eingesperrt fühlt. Man habe ihm das Mobiltelefon abgenommen, er dürfe nicht telefonieren und er bekäme weder Taschengeld, noch den von ihm gewünschten Rasierapparat. Frau F. bringt ihm bei ihrem nächsten Besuch ein Mobiltelefon mit einem Gesprächsguthaben, den Rasierapparat ihres gerade verstorbenen Mannes und 50 Euro mit. Weil er mit der Parkinson-Selbsthilfegruppe Kontakt aufnehmen will bittet er um die Telefonnummer von Solvida, wo die Gruppe regelmäßig tagt. Diese und ihre eigene Nummer schreibt sie auf einen Zettel, den sie ihm gibt. Kurz darauf erhält sie einen erbosten Anruf von einem Mitarbeiter des Pflegeheims. Wie sie dazu komme, dem Mann ein Handy, Geld und die Nummer von Solvida zu geben. Man habe ihm die Sachen abgenommen, da er sie nicht benötige und bestens versorgt sei. Frau F. ist durchaus resolut und erreicht, dass ihm die Sachen wieder ausgehändigt werden.

Kontakt zur Außenwelt
Frau F. informiert Harald Wolff über die Vorgänge. Der weiß, dass Frau D. schon vorher mit Hilfe von Janette Vehse und „wir für Sie“ versucht hatte, durch ein Vormundschaftsgericht in Deutschland die Kontrolle über ihren Mann und seine Finanzen zu bekommen. Im Wege einer einstweiligen Verfügung zur Abwendung einer akuten Notsituation hatte sie ein bis 7. November 2017 befristetes Betreuungsmandat erwirkt gehabt, das danach nicht verlängert wurde. Am 3. November hatte sie versucht, mit dieser Vollmacht, Harald Wolff zur Herausgabe der ihm von Herrn D. anvertrauten Wertsachen zu bewegen. Der lehnte auf Anraten seines Anwalts ab. Herr D. hatte ausdrücklich verlangt, die Sachen keinesfalls seiner Frau zu geben und ein akuter Notfall innerhalb der restlichen 4 Tage Gültigkeit der Vollmacht  war nicht erkennbar. Auf Anfrage bestätigt das Betreuungsgericht schriftlich den Ablauf der Vollmacht von Frau D. und bestätigt die Verweigerung der Herausgabe der Wertsachen als korrekt.

 

Auszug aus einer E-Mail vom 29. November 2017 des Betreuungsgerichts an Harald Wolff
„… kann ich Ihnen mitteilen, dass Ihre Bedenken hinsichtlich der vorläufigen Betreuungsanordnung berechtigt waren.
Die hier angeordnete vorläufige Betreuung wurde durch Fristablauf am 07.11.2017 beendet. Frau D     ist somit nicht mehr rechtliche Betreuerin ihres Mannes! Deshalb ist die ihr ausgestellte Betreuungsurkunde auch mit einer Befristung versehen.

Ich werde Frau D     nunmehr anschreiben und auf die Beendigung des Verfahrens hinweisen sowie die Bestellungsurkunde zurückfordern.“

Wolff wusste, dass es für ihn durchaus brisant sein konnte, aktiv selbst mit Herrn D. Kontakt aufzunehmen. Er setzte sich also mit der Parkinson-Selbsthilfegruppe in Verbindung und vermittelte einen Besuch von zwei Mitgliedern bei Herrn D.. Beide Herren, die D. seit Jahren persönlich kannten, gewannen aus dem Gespräch übereinstimmend den Eindruck, dass Herr D. in dem Heim außerordentlich unglücklich sei, sich gefangen fühle und man nach seinen Angaben versuche, ihn ruhig zu stellen. Leider sei ja Solvida inzwischen geschlossen und Wolff hätte sich mit seinen Wertsachen abgesetzt. So habe man ihn informiert.

Einschaltung des Vormundschaftsgerichts für Deutsche im Ausland (Berlin Schöneberg)
Wolff wusste, wie erwähnt, dass es Ärger geben würde, wenn er sich selbst einschaltete. Er bat also Frau F. und die beiden Mitglieder der Parkinson-Selbsthilfegruppe um schriftliche Berichte und das Einverständnis, die Berichte und ihre Kontaktdaten als mögliche Zeugen an das zuständige Vormundschaftsgericht weiterzuleiten. Beides erhielt er, fasste den Fall kurz zusammen und informierte das Vormundschaftsgericht mit der Bitte, den Fall zu prüfen und dem Mann zu helfen. Das Vormundschaftsgericht bestätigte den Eingang und nahm sich der Sache an.

Herr D. nimmt Kontakt zu Solvida auf
Herr D. wusste durch seine Besucher, dass er hinsichtlich der Schließung von Solvida belogen worden war. Er hatte nun ein Handy und die Telefonnummer von Solvida. Gegen Ende Dezember 2017 ruft er in Solvida an und bittet um ein Gespräch mit Harald Wolff. Der stimmt zu, man verfehlt sich aber einige Male telefonisch. Zur Verdeutlichung: Er ruft an! Aktiv! Unaufgefordert! Von sich aus! Am 5. Januar 2018 klappt es endlich. Herr D. bittet darum, aus dem Pflegeheim abgeholt und für ein Gespräch mit Herrn Wolff nach Solvida gebracht zu werden. Gegen 11:00 Uhr steht der Haustechniker von Solvida, Holger S., vor der verschlossenen Tür des Pflegeheims. Herr D. verlangt von drinnen, dass ihm die Tür geöffnet werde. Nach einigem hin und her wird die Tür geöffnet. Holger S. muss den „Empfang“ von Herr D. quittieren und zusagen, dass er ihn kurzfristig zurückbringt. Kurz darauf treffen Herr D. und Harald Wolff erstmals nach fast einem Jahr wieder zusammen. Zuerst holt Wolff den unversehrten Behälter mit den Wertsachen aus dem Tresor und händigt ihn Herrn D. aus. Der entnimmt 100 Euro als Taschengeld und gibt ihn zur weiteren Aufbewahrung an Wolff zurück. Im Gespräch zeigt sich D. erfreut, dass Solvida noch existiert und, dass dies ja nun eine weitere Option für ihn sei, das ungeliebte Pflegeheim zu verlassen. Ob wir wohl eine freie Wohnung hätten und er sie anschauen könne. Wir hatten und er konnte.

Erneuter Umzug (Rückkehr) nach Solvida
Die Wohnung gefällt ihm und er will wieder nach Solvida. Wolff ist klar, dass das ein heikles Thema wird. Es ist Freitag, der 5. Januar 2018. Wolff schlägt vor, den Umzug zum kommenden Mittwoch, 10. Januar, vorzubereiten und bis dahin die Situation mit dem Pflegeheim zu klären. Nach kurzer Bedenkzeit lehnt Herr D. ab. Er hat Angst, dass ihm dort wieder das Telefon abgenommen und er isoliert wird, um den Umzug zu verhindern. Er will sofort in Solvida einziehen und nicht ins Heim zurückkehren. Wolff wittert erheblichen Ärger. Er schaltet seinen Anwalt ein, dessen Kanzlei Herrn D. vertreten wird. D. äußert sich auch den Anwälten gegenüber klar und unmissverständlich. Nun wird das Pflegeheim von der Anwaltskanzlei per E-Mail informiert. Es ist 12:52 Uhr. Die zuständige Guardia Civil wird eingeschaltet und ebenfalls über den freiwilligen Umzug informiert. Der Hausarzt von D. wird hinzugezogen. Dieser besorgt den Medikamentenplan und den aktuellen Arztbericht vom behandelnden Neurologen. Die Unterbrechung der Medikamentierung wäre für einen Parkinsonpatienten sehr gefährlich! Bis16:00 Uhr sind alle Medikamente beschafft, die ununterbrochene Medikation ist gesichert. Der Arzt ist in Solvida und kümmert sich um Herrn D.. Parallel trifft eine Streife der Guardia Civil ein. Es liege eine Anzeige wegen Entführung vor. Die Beamten sprechen mit D., der zweisprachige Arzt vermittelt. D. äußert klar und deutlich auf deutsch und spanisch, dass er freiwillig und auf eigenen Wunsch nach Solvida gekommen ist und dort bleiben will. Die Beamten protokollieren die Aussage und sehen keinen Handlungsbedarf. Im späteren Bericht wundert sich der Kommandant des Guardia Civil Postens, dass Frau D. versucht hatte, sich mit der längst abgelaufenen Betreuungsvollmacht zu legitimieren. Alles in Ordnung! Keine Spur von Entführung oder sonstiger Straftat. D. wohnt nun legal in Solvida. Bevor seine Sachen aus dem Heim geholt werden können, trägt er Sachen von Harald Wolff. Die sind geräumig genug für ihn und gefallen ihm so gut, dass er sie heute noch trägt. Er ist zufrieden und blüht sichtbar auf. Seine Freunde und Bekannten besuchen ihn und bestätigen seine gute Entwicklung.

Mit der Rückkehr von Herrn D. nach Solvida ist die Geschichte jedoch nicht zu Ende. So leicht lassen Frau D. und ihre Helfer die sicher geglaubt Beute nicht los.

Vollmachten
Herr D. lebt nun wieder in Solvida. Ihm geht es deutlich besser. Er hat Kontakte, bekommt Besuch, nimmt an Ausflügen teil, erhält regelmäßige Physiotherapie. Inzwischen kann er sich wieder einige Schritte ohne Rollstuhl bewegen. Er liest Illustrierte, besonders interessieren ihn Wirtschafts- und Börsenmagazine, kennt sich gut mit solchen Themen aus und hat klare Ansichten zu den Vorgängen in der Welt. Durch das Bargeld in seinem Wertsachenbehälter hat er Taschengeld und kann seine Behandlungskosten, die Auslagen und die Kosten in Solvida bis auf Weiteres bezahlen. Er befürchtet allerdings, dass seine Frau seine Konten abräumt und will schnell Klarheit darüber haben. Wolff bringt ihn mit Unterstützung der Krankenschwester zu seiner spanischen Bank. Dort erfährt er lediglich, dass seine Frau alle Vollmachten habe und er selbst keine Auskunft bekäme. Er erinnert sich nun, dass man ihm vor einiger Zeit (November 2017) erzählt habe, Wolff sei mit seinem Geld durchgebrannt. Deshalb habe er seiner Frau die Vollmacht gegeben, das Geld zurückzuholen. So habe man (Ilse Kübler, Janette Vehse) das begründet und ihm die spanischsprachige Vollmacht beim Notar entsprechend erläutert. Unterschrieben hat er allerdings eine uneingeschränkte Generalvollmacht für seine Frau. Als er das begreift, ist er empört und widerruft die Vollmacht beim gleichen Notar. Dann schreibt er seiner Frau einen Brief (Burofax Premium), dessen Empfang und Inhalt sie auf der Zustellungsurkunde bestätigt. Er fordert seine Frau auf, die Vollmacht ab sofort nicht mehr zu benutzen und keinerlei Dispositionen mehr vorzunehmen. Außerdem bestätigt er die ordnungsgemäße Verwahrung und Rückgabe seiner Wertsachen durch Harald Wolff. Gleichzeitig informiert er alle Banken, bei denen er Konten hat, dass seine Frau keinerlei Verfügungen mehr vornehmen dürfe. Leider einige Tage zu spät, wie sich später herausstellt. Nun will er eine andere Person bevollmächtigen und bittet Harald Wolff, sich zur Verfügung zu stellen. Der lehnt ab. Seine Bekannten werden gefragt. Denen ist die Verantwortung zu groß. Sie wollen diese Last nicht tragen. Er fragt Wolff erneut. Dieser habe sich seines Vertrauens bereits mehrfach würdig erwiesen und verfüge außerdem über das erforderliche Durchsetzungsvermögen. Diesmal stimmt Wolff unter der Bedingung zu, dass alle Vermögensverfügungen von D. bestätig werden müssen, solange D. dazu in der Lage ist. Die Vollmacht wird notariell beurkundet, amtlich deutsch übersetzt und mit Apostille auch für den internationalen Rechtsverkehr bestätigt.

Betreuungsverfahren
Wir erinnern uns, dass Wolff schon 2017 das Betreuungsgericht in Berlin Schöneberg informiert hatte. Nun ergänzt er die Information um die aktuelle Entwicklung und fügt die erteilte Vollmacht bei. Das Gericht setzt sich mit Wolff in Verbindung und erfragt weitere Details. Als Wolff nach einem verpassten Anruf in Berlin zurückruft, kommt es zu einer aufschlussreichen Äußerung einer Sachbearbeiterin. Sinngemäß etwa folgenden Inhalts: „Ach, als ich gerade die spanische Nummer im Display sah, dachte ich schon, es sei wieder diese unglaublich aggressive Frau. Die hat in den vergangenen Tagen mindestens 12 Mal hier angerufen, geschimpft und gedroht und immer wieder verlangt, dass man ihr die Betreuung über ihren Mann geben müsse.“
Das Gericht schaltet das deutsche Generalkonsulat in Barcelona ein, um sich bezüglich der Geschäftsfähigkeit und des möglichen Betreuungsbedarfs von Herrn D. zu vergewissern. Das Konsulat meldet sich bei Wolff. Der teil seine Einschätzung der Geschäftsfähigkeit von D. mit, verweist darauf, dass man auch persönlich mit D. sprechen könne und gibt dessen Mobilnummer weiter. Die Konsulatsmitarbeiterin spricht daraufhin mit D.. Seine Geschäftsfähigkeit wird nunmehr auch vom Konsulat nicht angezweifelt. Kurz darauf, am 1. Februar 2018 informiert das Gericht D. darüber, dass es beabsichtigt, das Betreuungsverfahren einzustellen, da er seine Angelegenheiten selbst regeln könne, er selbst einen Bevollmächtigten einsetzen könne und an der Wirksamkeit der erteilten Vollmacht kein Zweifel besteht. Wenn er nicht innerhalb von zwei Wochen widerspricht, wird das Verfahren ohne weitere Nachricht eingestellt. Er widerspricht nicht.

Anmerkung
In einem der Verleumdungsschreiben, die Ilse Kübler immer wieder, angeblich im Namen von „wir für Sie“ schreibt, dieses Mal sogar mit dem offiziellen Absender
„Ilse Kübler,
Sekretariat von „wir für Sie“
die ehrenamtliche Helfergruppe des deutschsprachigen Tourismuspfarramtes an der Costa Blanca.“
 ist über Solvida zu lesen:
„viertens: das deutsche Konsulat ist hellhörig geworden und bat von sich aus um eine Aufstellung von „wir für Sie“ der uns  bekannten Probleme mit dieser Einrichtung.“
( Auszug aus einer E-Mail vom 22. März 2018 an drei Vorstandsmitglieder des Euroclubs Denia)

 

Da Solvida, außer der Unterstützung von Bewohnern in Passangelegenheiten, keinerlei Berührung mit einem der deutschen Konsulate hatte, kann sich diese Bemerkung nur auf die Recherche des Konsulats in dieser Sache beziehen. Ein Mensch mit ungetrübtem Verstand wird sich vielleicht fragen, mit welchem Recht ein deutsches Konsulat überhaupt die Geschäfte einer spanischen Gesellschaft zu prüfen oder zu hinterfragen hätte. Dazu wäre es unter keinen Umständen berechtigt. Fragen Sie doch einmal bei „wir für Sie“ an, um welches Konsulat es geht (drei Konsulate kämen in Frage: die Honorarkonsulate in Alicante und Valencia oder das Generalkonsulat in Barcelona) und wer angefragt hat! Und dann fragen Sie bei dem Konsulat. Frei erfundene Lüge! Die Dreistigkeit der Lügen von Ilse Kübler ist kaum zu überbieten. Übrigens einer Dame mit österreichischem Pass, die 1948 im katholischen Graz geboren ist. Zu der traurigen Figur des Pfarrers Klaus Eicher, der diese Machenschaften mit dem Mantel der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) deckt, kommen wir später noch.

Banken
Nun kann Wolff die Kontobewegungen des gesamten Jahres 2017 überprüfen. Wolff ist gelernter Bankkaufmann und hat einige Erfahrung in der Aufdeckung fauler Transaktionen. Er stellt unter anderem fest, dass Frau D. genau am 3. November, 4 Tage vor endgültigem Ablauf ihrer vorläufigen Betreuungsvollmacht, recht fleißig war. An diesem Tag überweist sie vom deutschen Konto des Herrn D. einige Krankenhaus- und Heimrechnungen an deutsche Empfänger, 20.000 Euro auf ihr eigenes Konto in Spanien und 36.000 Euro auf sein Konto in Spanien, Buchungstext „Jahresbeitrag Residenz“. Von seinem spanischen Konto wird tatsächlich ein Monatsbeitrag an das Pflegeheim überwiesen. Zwei Tage nach seinem Umzug nach Solvida räumt Frau D. noch schnell sein Konto ab: 33.100 Euro gehen auf ihr eigenes Konto. Ihm bleiben ein paar Hundert Euro. Damit hat sie innerhalb von 2 Monaten 53.100 Euro direkt von seinem auf ihr Konto überwiesen. Daneben hatte sie seine Krankheits- und Pflegekosten von seinem Konto bezahlt. Es fällt allerdings auf, dass die Erstattungen dafür ebenfalls großenteils auf ihr eigenes Konto gingen. Aufgrund von Anträgen, die sie unterschrieben hat. Wieder nach Spanien. Noch einmal: Er bezahlt die Rechnung und sie kassiert die Erstattung. Auf den ersten Blick sind also über 100.000 Euro aus der Tasche von Herrn D. in die Tasche seiner Frau gewandert. Das muss nicht illegal sein. Vielleicht gibt es nachvollziehbare Gründe. Ihm allerdings fallen keine Gründe ein und er fühlt sich bestohlen. Eine Abrechnung oder Begründung liegt nicht vor. Wir erinnern uns: Ebenfalls am 3. November hatte sie noch einmal intensiv versucht, auch die Vermögenswerte in die Finger zu bekommen, die Harald Wolff anvertraut waren. Sie selbst bezifferte den Wert auf rund 60.000 Euro.
(Info für Einbruchsinteressierte: Der Tresor in Solvida hat eine Versicherungseinstufung bis 200.000 Euro und steht, fest mit dem Betonboden verbunden, in einem videoüberwachten Raum.)

Auch bei zurückhaltender Einschätzung erscheint das Interesse der Frau und ihrer Helfer nicht so ganz selbstlos.

Der Kampf geht weiter
Die Gruppe um Frau D., die die Geschicke von Herrn D. (und seine Finanzen!) unbedingt kontrollieren will, gibt nicht auf. Bisher ist die Bilanz eindeutig:

  • Die vorläufige Betreuerbestellung von Frau D. ist am 7. November 2017 abgelaufen und wurde nicht verlängert.
  • Eine dauerhafte Betreuung wurde nicht verfügt.
  • Der Versuch, das Vormundschaftsgericht Berlin zu einer Betreuung durch Frau D. zu bewegen, ist gescheitert. Im Gegenteil, das Gericht erkennt die freiwillig notariell erteilte Generalvollmacht für Harald Wolff ausdrücklich an.
  • Die (nach Meinung von Herrn D.) erschlichene Generalvollmacht und alle Bankvollmachten für Frau D. wurden von ihm widerrufen.
  • Die persönliche Kontrolle über Herrn D. ist seit seinem Umzug nach Solvida wieder in seiner eigenen Hand.

Das jedoch ficht die Leute nicht an! Da Herr D. seinen Wohnsitz wieder in Spanien hat, kann auch ein spanisches Gericht eingeschaltet werden. Dazu muss man wissen, dass es zwischen dem deutschen Betreuungsrecht, das auf internationales Menschen- und Persönlichkeitsrecht abgestimmt ist, und dem spanischen Recht erhebliche Unterschiede gibt:
Deutschland
In Deutschland gibt es seit der umfassenden Neufassung des Betreuungsrechts, die seit 1. Januar 1992 in Kraft ist, keine Entmündigung mehr. Im Vordergrund stehen die persönlichen Wünsche des Betroffenen, der auch selbst bestimmen kann wer sein Betreuer sein soll.
Spanien
In Spanien kann der Betroffene sogar dann vollständig entmündigt werden, wenn seine Geschäftsfähigkeit nur eingeschränkt ist. Triebfeder ist die Fürsorge für hilflose Menschen. Das ist eigentlich eine gute Absicht und mit dieser guten Absicht entscheidet man über den Kopf des Betroffenen hinweg. Die spanische Justiz glaubt noch an die Familie und das Gute im Menschen. Deshalb unterstellt man auch der Ehefrau grundsätzlich gute Absichten. An eine Frau wie Frau D. hatte man bei der Abfassung der Gesetze wohl nicht gedacht. 

Die Entmündigungsklage
Damit wären wir wieder bei der Ehefrau! Zur Erinnerung: Seit mehr als 7 Jahren leben die Eheleute getrennt, es gibt keine häusliche Gemeinschaft, beide haben ihre eigene Rente/Pension, ihre eigenen Konten, getrennt voneinander. Sie lebt in einem Haus, das ihm zur Hälfte gehört. Diese getrennt lebende Ehefrau verklagt nun ihren Mann auf Entmündigung. Vor einem spanischen Gericht. Mit einer Klageschrift, die inklusive Anlagen 114 Seiten umfasst. Kläger ist Frau D., Beklagter Herr D..

Eine Klageschrift besteht aus organisatorischen und juristischen Details „Wer verklagt wen vor welchem Gericht aufgrund welcher Rechtsgrundlage mit welcher Begründung und welchen Argumenten und Beweisen?“ Hinzu kommen Anhänge wie Gutachten, Belege, Dokumente usw., mit denen die Klage untermauert werden soll.

Im Fall D. gegen D. besteht die eigentliche Klageschrift aus 7 Seiten. Der Rest des 114-Seiten-Pakets besteht aus Kopien von angeblich 8 Dokumenten und der 14-seitigen Prozessvollmacht für den Anwalt von Frau D. Tatsächlich sind, entgegen dem Anlagenverzeichnis, nur 5 Dokumente beigefügt:

Dokument 1 - 2 Seiten
Neurologischer Arztbericht zu Herrn D. vom Dezember 2017
Dokument 2 - 10 Seiten
Vorläufige Betreuerbestellung von Frau D. durch deutsches Vormundschaftsgericht, mit Übersetzung und Apostille (Die deutschen Urkunden sind doppelt beigefügt, allerdings handelt es sich um die vorläufige Bestellung, die mit dem 9. September 2017 endet)
Dokument 3 - 17 Seiten
Strafanzeige von Frau D. gegen Holger S. wegen Entführung von Herrn D., darin enthalten wieder das Dokument 1 und Teile des Dokuments 2 (wiederum eine Kopie der am 9. September 2017 abgelaufenen Betreuerbestellung), sowie die Protokolle und der Abschlussbericht der Guardia Civil mit den Feststellungen, dass D. freiwillig in Solvida ist und kein weiterer Handlungsbedarf besteht.
Dokument 4 - 34 Seiten
Strafanzeige gegen Solvida-Care, Acuario Senior Apartments, Harald Wolff wegen Unterschlagung der Wertsachen von Herrn D.
12 von den 34 Seiten sind Kopien der bereits zweifach vorgelegten Betreuerbestellung, die am 9. September 2017 abgelaufen war. Nunmehr kommen noch die Kopien zur Betreuerbestellung hinzu, die mit dem 7. November 2017 abgelaufen war, also sowohl vor dieser Strafanzeige, als auch vor der erneuten Vorlage in diesem Verfahren.
Dokument 8 - 2 Seiten
Passkopie von Herrn D. und Zustellungsurkunde der Klage

Die restlichen Seiten sind leer oder Verfügungen des Gerichts, Zustellungsvermerke usw.

Die Dokumente 5, 6 und 7 gemäß Anlagenverzeichnis zur Klageschrift fehlen bzw. betreffen einen anderen Fall. Geburts- und Heiratsurkunden und Kopie des Familienbuchs eines Sr. Walker. Es geht dabei nicht um eine schlichte Namensverwechslung, da auch keine entsprechenden Urkunden von Herrn oder Frau D. beigefügt sind. Die Klagepartei reicht einfach einen Packen Papier ein, bei dem es auf den Inhalt wohl nicht ankommen muss.

Es stellt sich die Frage, wessen Geschäftsfähigkeit durch eine derartige Klageschrift eigentlich geprüft werden soll. Der Klägeranwalt jedenfalls scheint recht wirr im Kopf zu sein. Dazu passt, dass die Klägerin selbst lautstark behauptet, von der Klage nichts zu wissen.

Kommentar zur Klageschrift
Mehr als 70 Seiten des 114 Seiten starken Klagepakets betreffen nicht den Beklagten und dessen Geschäftsfähigkeit. 51 Seiten befassen sich mit Angriffen gegen Solvida, Acuario Senior Apartments, den Haustechniker Holger S. und Harald Wolff. Zudem verwendet Frau D. die wiederholten Kopien der bereits abgelaufenen Betreuerbestellung immer wieder, obwohl ihr bereits vom ausstellenden Gericht mitgeteilt worden war, dass sie diese nicht mehr verwenden darf. Die Strafanzeige im Dokument 4 stellt Frau D. zu einem Zeitpunkt, als sie keinerlei Verfügungsbefugnis über Vermögenswerte von Herrn D. hat. Weder durch die bereits abgelaufene Betreuerbestellung, noch durch die später erschlichene Generalvollmacht. Am 12. Januar 2018 bestätigt Herr D. seiner Frau nachweislich (Burofax Premium, also nicht nur mit Empfangs- sondern auch mit Inhaltsbestätigung), dass er seine Vermögenswerte von Wolff ordnungsgemäß zurückerhalten hat. Trotzdem wird die falsche Anschuldigung in der Strafanzeige vom 16. Januar 2018 durch Beifügung der Strafanzeige vom 27. November 2017 wiederholt.

Alle Vorwürfe gegen Wolff, seine Gesellschaften und Mitarbeiter waren zum Zeitpunkt der Klageerhebung bereits komplett ausgeräumt, bzw. waren als von vornherein haltlos widerlegt. Selbst, wenn sie bestätigt worden wären, haben sie absolut nichts mit dem Geisteszustand von Herrn D. zu tun. Trotzdem nehmen sie den meisten Raum in der Klage ein, mit der die Entmündigung von Herrn D. erreicht werden soll. Damit zeigt die Clique, die hinter Frau D. steht, sehr deutlich, dass Herr D. in der Angelegenheit lediglich ein Werkzeug ist, dessen Menschenwürde diese völlig verkommenen Scheinheiligen mit Füßen treten, um Harald Wolff und Solvida zu diffamieren und zu schädigen. Im Klartext liest sich das so, dass am Verstand eines Menschen, der Solvida und Harald Wolff vertraut, allein deswegen zu zweifeln ist. Nebenher ist bei Herrn D. ja noch Geld zu holen und die bisher gemachte Beute zu vertuschen.

Laufendes Verfahren
„Vor Gericht und auf hoher See …“ Sie kennen den Spruch. Das Verfahren läuft. Gutachter machen sich Gedanken über die Geschäftsfähigkeit von Herrn D. Das erste Gutachten der amtlich bestellten Gerichtsgutachterin wurde vom Gericht bereits abgelehnt, weil es nicht korrekt erstellt worden war. Eine Prognose können wir nicht abgeben. Nur eine Anmerkung:

Vor der Untersuchung durch die Gerichtsgutachterin saß Herr D. im Gang im Gerichtsgebäude. Ihm gegenüber seine Frau und Ilse Kübler. Letztere ging zu ihm fingerte an ihm herum und redete auf ihn ein. Sinngemäß wie folgt: „Lieber Hans (Vorname geändert), wir wollen Dir doch nur helfen! die anderen wollen nur Dein Geld. Wir kümmern uns doch um Dich, die anderen sind ganz schlimme Leute.“ Und so weiter. Nach einiger Zeit wurde es Herrn D. zu bunt und er rief aus: „Hören Sie auf, mich zu betatschen! Was wollen Sie überhaupt von mir! Lassen Sie mich in Ruhe!“ (Frau Kübler ist bekannt dafür, dass sie alte Leute einfach duzt und wie kleine Kinder behandelt.)

Wer sich etwas mit der schlimmen Parkinson-Krankheit auskennt, der weiß, dass Aufregung einen Schub auslösen kann, der zu unkontrolliertem Zittern und einem Schwächeanfall, bis hin zum völligen Zusammenbruch, führen kann. Es ist eine ausgesprochen perfide Methode, den Erkrankten vor einer Untersuchung auf seine Zurechnungsfähigkeit gezielt aufzuregen und zu schwächen!

Ohne auf medizinische Details eingehen zu können, gibt auch die folgende Begebenheit ernsthaft zu denken:
Herr D. kann sich auf spanisch leidlich verständigen. Bei der amtsärztlichen Untersuchung geht es um nicht weniger, als seine Zukunft und seine Menschenwürde. Eine solche Untersuchung besteht vorwiegend aus einer gezielten und sehr detaillierten Befragung. Also wird ein Dolmetscher hinzugezogen. In diesem Fall ein gewisser A.O. Dieser hat unbestritten viele Talente, aber er kann kein Deutsch. Das ist tatsächlich ein Problem bei der spanischen Gerichtsbarkeit. Wenn Sie ein Schriftstück bei Gericht einreichen wollen, muss dies von einem vereidigten Übersetzer amtlich, mit Stempel, übersetzt sein. Für die Übersetzung in mündlichen Verhandlungen jedoch werden vom Gericht Übersetzer ohne jeden Qualifikationsnachweis eingesetzt. Als Harald Wolff in dem Strafverfahren gegen Janette Vehse als Zeuge aussagen sollte, war A.O. ebenfalls als Übersetzer vom Gericht eingesetzt. Wolff begrüßte ihn auf deutsch und stellte einige Fragen. A.O. verstand nichts und bat, ob man englisch reden könnte. Auch sein Englisch war mehr als dürftig. Letztlich stellte sich heraus, dass Wolff sich besser auf spanisch verständigen konnte, als A.O. auf deutsch oder englisch. Dieser Mann, gegen den, wie man hört, bereits ein Verfahren wegen eines Fehlurteils aufgrund falscher Übersetzung läuft, sollte nun den Ausschlag für die Zukunft von Herr D. geben? Zum Glück wurde das Gutachten als wertlos abgelehnt.

Erwünschte und unerwünschte Besuche
Auch die Betreiber der Entmündigung können sich der gewünschten Entmündigung keineswegs sicher sein. In Deutschland war man ja bereits mehrfach gescheitert. Also versucht man weiterhin, den Betroffenen zu beeinflussen. Herr D. empfängt gern Besuch. Seine Freundin, mit der er die letzten Jahre zusammen gelebt hatte, besucht ihn regelmäßig. Er denkt sogar darüber nach, mit ihr gemeinsam eine größere Wohnung in Solvida zu beziehen. Die Nachbarin, die ihn im Pflegeheim „entdeckt“ und damit seine „Befreiung“ angestoßen hatte, kommt gelegentlich. Bekannte aus der Parkinson-Selbsthilfegruppe besuchen ihn, er telefoniert viel. Eines Sonntags kommt seine Frau mit einer Dame, die sie als ihre Fahrerin vorstellt (die 83jährige ist selbst nicht mehr mobil, will aber die Vormundschaft für ihren Mann). Sie redet auf ihn ein, erzählt, wie schlecht Solvida sei, man wolle ihn doch nur ausnehmen. Ein Umzug in ein anderes Pflegeheim sei schon vorbereitet, er müsse nur noch zustimmen. Er stimmt nicht zu. Eine Woche später, wieder ein Sonntag, kommt sie erneut. Wieder versucht sie ihn von der Schlechtigkeit von Solvida und den Vorteilen eines Umzugs zu überzeugen. Herr D. ist in Gesprächen immer sehr ruhig und sachlich. Er versucht, seiner Frau klar zu machen, dass er seine Entscheidung für Solvida getroffen hat. Zum zweiten Mal. Er bittet Sie, ihn in Ruhe zu lassen. Am nächsten Tag bittet er seinen Anwalt, dafür zu sorgen, dass seine Frau nicht mehr zu ihm gelassen wird. Ihre Besuche regen ihn auf. Nun wird schweres Geschütz aufgefahren.

Besuch mit Pfarrer Klaus Eicher
Eines Tages, diesmal ein Werktag, informiert das Pflegepersonal im Solvida Club die Geschäftsleitung, dass Frau D. mit dem Pfarrer erschienen sei und Herrn D. sprechen wolle. Holger S., der Haustechniker von Solvida, ist zufällig anwesend und hindert sie am Eintreten bis Harald Wolff erscheint. Dieser spricht gegenüber Frau D. ein Hausverbot für den SolvidaClub aus und weist auf das von Herrn D. gewünschte Besuchsverbot hin. Dabei fragt er in Gegenwart des Pfarrers, warum sie nicht das Ergebnis des von ihr angestrengten Entmündigungsverfahrens abwartet. Sie antwortet, dass sie nichts davon wisse, sie habe ihren Mann nicht verklagt. Wie immer ist sie äußerst aggressiv und feindselig. Auch der Pfarrer ist überrascht und sagt, er wisse nichts von einer Entmündigungsklage. Man habe ihm gesagt, hier sei eine arme alte Frau, die durch böse Menschen daran gehindert würde, ihren geliebten Mann zu sehen. Als Seelsorger sehe er es als seine Pflicht an, die arme Frau zu begleiten. Wolff bittet den Pfarrer zu einem kurzen Gespräch in einen Nebenraum.

Pontius Eicher
Wolff erklärt dem Pfarrer die Situation und wirft ihm vor, sich und die Kirche für unseriöse Machenschaften missbrauchen zu lassen. Ilse Kübler hätte ja ihr letztes Verleumdungsschreiben an die Vorstände des Euro Club schließlich im Namen der Kirchengemeinde geschrieben. Auf die Bitte um Klarstellung und das Angebot zu einem klärenden Gespräch habe der Pfarrer nicht einmal geantwortet. Er habe nun schon mehrere Gesprächsangebote ignoriert. Die Antwort von Pfarrer Klaus Eicher verdient besondere Beachtung:

„Sie können mir nichts anhaben, ich bin Beamter und habe die Rückendeckung meiner Vorgesetzten!“

Gleichzeitig weist er noch einmal darauf hin, dass er sich mit den Argumenten und Fakten nicht befasst, da er zu laufenden Verfahren nicht Stellung nehmen will. Schmutzkampagnen gegen Solvida und Harald Wolff im Namen der Kirche dagegen übersieht er aktiv. Auch jetzt geht er auf das Gesprächsangebot nicht ein. Nun ist Harald Wolff evangelisch getauft, konfirmiert, verheiratet und nie aus der Kirche ausgetreten. Er sollte damit eigentlich zu den Schäfchen zählen, die auf den Schutz des guten Hirten Eicher vertrauen können. Bei aller sonstigen Unzulänglichkeit sind Wolff viele zentrale Inhalte des christlichen Glaubens durchaus noch im Gedächtnis geblieben.

In der vereinfachten Form für Kinder, die Harald Wolff im Gedächtnis geblieben ist, gab es seinerzeit in Palästina den Rat der Juden, der sich an den Aktivitäten eines Aufrührers namens Jesus störte. Deren Sprecher wandte sich an den römischen Statthalter, er möge diesen Störenfried zum Tode verurteilen. Besagter Statthalter, ein gewisser Pontius Pilatus, römischer Beamter, hatte Zweifel an der Schuld des Angeklagten, wollte sich aber nicht näher damit beschäftigen. „Was ist Wahrheit?“ wird er häufig zitiert. Damit sollen seine Zweifel ausgedrückt werden, nicht jedoch die Suche nach der Wahrheit. Die hätte nur gestört. Seine Aufgabe war es, für Ruhe und regelmäßigen Steuerfluss von Palästina nach Rom zu sorgen. Deshalb brauchte er die Kooperation der örtlichen Anführer. In diesem Zusammenhang war Gerechtigkeit gegenüber einer unbequemen Einzelperson zweitrangig. Also unterschrieb er das Todesurteil und wusch dann seine „Hände in Unschuld“, wie das zweite, sehr bekannte, Zitat überliefert. Beamtenkollege Eicher kennt sich damit aus. Auch er sorgt im Auftrag seines weit entfernten Dienstherrn für Ruhe in den Außenbezirken. Wenn noch ein paar Erbschaften der Menschen abfallen, die von „wir für Sie“ herangeschafft werden, kann es ja auch nicht schaden. Da nimmt es nicht Wunder, dass die 10 Gebote ebenfalls nicht so wichtig genommen werden. Wenn Ilse Kübler im Namen der Kirche „falsch Zeugnis“ redet, dann ist das achte Gebot eben mal außer Kraft. Macht ja nichts, mit dem sechsten Gebot hatten sie und Jürgen Bayer es ja auch nicht so. Abgrundtief enttäuschend jedoch ist das Verhalten nicht nur des Beamten Eicher, sondern auch des Menschen. Gerade ein Mann, der stolz seinen Ehemann in die Gemeindearbeit einführt, sollte Toleranz schätzen und wissen, wie schlimm Häme und üble Nachrede sind. Das eigene Recht einfordern und wohlwollend zusehen, wie das Recht anderer missachtet wird, ist einfach nur schäbig. Erbarmen und Erbärmlichkeit sind eben nicht weit voneinander entfernt. Wenn das die moderne evangelische Kirche ist, dann hat sie aus der Geschichte nichts gelernt!

Vorläufiges Fazit Mitte August 2018
Herr D. fühlt sich in Solvida wohl. Seine einzige Sorge ist die Unwägbarkeit, doch noch entmündigt zu werden und dann in die Hände seiner Frau oder anderer Leute zu fallen, die nur sein Bestes wollen, nämlich sein Geld. Die angebliche Wohltätergruppe „wir für Sie“ unter Führung von Ilse Kübler und Jürgen Bayer treibt weiterhin unter den Augen und mit Unterstützung des Pfarrers Klaus Eicher ein schändliches Spiel mit der Würde und dem Selbstbestimmungsrecht alter und/oder hilfsbedürftiger Menschen. Wer sich interessiert, kann weitere Artikel in diesem Blog lesen.

Dazu vielleicht noch eine kleine Gebrauchsanweisung: Jede Aussage in diesem Blog ist belegbar! Rückfragen werden gern beantwortet und auch dann wird jede Aussage belegt. Ganz am Anfang des Blogs gibt es eine Broschüre „Die Fakten“. Darin sind weitere Beispiele dafür aufgeführt, wie die Wortführer von „wir für Sie“ mit dem freien Willen der Menschen umgehen, denen sie angeblich helfen wollen. Zur Fakten-Broschüre wurde der Verfasser sehr heftig kritisiert, angefeindet und übel beschimpft. Allerdings wurde nicht ein einziger Fakt widerlegt, es wurde nicht einmal versucht. Wie auch, Fakt ist Fakt! Stattdessen gab es eine unglaubliche Schmutzkampagne gegen den Autor, seine Gesellschaften und seine Mitarbeiter. Meist anonym und unkonkret. Oder auch konkret mit frei erfundenen Behauptungen. Die Urheber fühlen sich deshalb so sicher, weil sie sie immer wieder gegenseitig aufeinander berufen können „Ich habe gehört … man hat mir zugetragen … das weiß man doch …!“ Misstrauen Sie solchen Aussagen! Hinterfragen Sie sie! Hinterfragen Sie gern auch die Aussagen in diesem Blog! Das betrachten wir nicht als Angriff, sondern als Zeichen ehrlichen Interesses. So ein erlebter Krimi kann doch ganz unterhaltsam sein.

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