Geschichten vom bösen Wolf(f) – Teil 2

Frau S. hat ein schönes Haus und gute Nachbarn. Die Nachbarn kümmern sich um Frau S., die allein erwas überfordert scheint und auch gesundheitlich immer wieder Probleme hat. Als es zu schlimm wird, begleiten die Nachbarn Frau S. nach Solvida. Seitdem wohnt Frau S. in Solvida, fühlt sich wohl und hat große Pläne für die Zeit, wenn die kleine Unpässlichkeit, das hohe Alter, überwunden ist. Das Haus steht seitdem leer und wird mit viel Aufwand und hohen Kosten weiter gepflegt. Das war von Jahren.

 

Irgendwann kommt Frau S. zu der Erkenntnis, dass sie wohl nicht wieder in ihr Haus zurückkehren wird. Sie entschließt sich, das Haus zu verkaufen und bevollmächtigt einen Rechtsanwalt mit der Abwicklung. Einen Käufer will sie selbst finden, auch mit Hilfe von Nachbarn. Sie hat eine selbstbewusste Preisvorstellung. Daran scheitert ein erster Verkauf, der von Nachbarn eingefädelt wurde. Weitere Monate gehen ins Land. Mal will Frau S. ernsthaft verkaufen, mal nicht. Alte Damen sind manchmal so. Finanziell kommt sie auch ohne den Verkauf klar. Schließlich kommen neue Interessenten. Das Ehepaar W. aus B. Wieder über Nachbarn. Diesmal wird weniger geboten, als zuvor. Sie wenden sich wegen der Abwicklung an den bevollmächtigten Anwalt, besprechen Preis und Konditionen. Frau S. will einige persönliche Dinge mitnehmen und die restliche Ausstattung im Haus lassen. Sie bittet Mitarbeiter von Solvida, sie in ihr Haus zu begleiten und beim Packen und Abtransport zu helfen. Es kommt einiges zusammen. Nach mehreren Packtouren ist sie fertig. Die Sachen werden in Solvida eingelagert, das Türschloss im Haus wird ausgewechselt. 

 

Eines Tages taucht das Ehepaar W. aufgebracht im Büro von Harald Wolff auf. Sie sind außer sich, weil das Schloss ausgewechselt ist und sie nicht mehr in das Haus kommen. Der böse Wolff klärt sie darüber auf, dass eine Schlüsselübergabe vor dem Kauf eher unüblich sei und verweist an den bevollmächtigten Rechtsanwalt. Der beschwichtigt und arrangiert einen weiteren Besichtigungstermin, zu dem ein Mitarbeiter von Solvida das Haus öffnet. Das Ehepaar W. geht durch das Haus, öffnet Schubladen "Sieh mal, da fehlt was!" und "Ach, das haben sie auch gestohlen!", beschuldigt Mitarbeiter von Solvida. Der anwesende Mitarbeiter bittet das Ehepaar W., das Haus zu verlassen. Nun wird das Ehepaar W. gegenüber Harald Wolff deutlich: "Sie wollen die alte Frau bestehlen! Sie wollen sich selbst bereichern!" Wollf wird seinerseits ungehalten und verbittet sich derartige Unterstellungen. Er hat das Haus bis heute nie betreten und keinerlei eigenes Interesse am Verkaufsergebnis. Wutentbrannt beschimpft das Ehepaar W. Harald Wolff und kündigt an "Wir werden überall verbreiten, was für ein Abzocker sie sind und, wie Sie sich an Frau S. bereichern!" Wolff weist darauf hin, dass sie gerade eine Straftat ankündigen, die dann auch ihre juristische Würdigung erfahren werde. "Wollen Sie uns etwa drohen?" "Nein, ich reagiere auf Ihre Drohung und nun möchte ich, dass Sie verschwinden, für immer!"

 

Inzwischen ist das Haus von Frau S. verkauft. An andere Käufer. Zu besseren Konditionen, als das Ehepaar W. sie angeboten hatte. Frau S. hatte zuvor noch weitere Besitztümer nach Solvida bringen lassen und dafür extra einen weiteren Kellerraum in Solvida angemietet. Der Kaufpreis ist zur freien Verfügung auf dem Konto von Frau S.. Wolff hat und will keinen Zugang dazu und hat das Haus bis heute nicht von innen gesehen.

 

So ein böser Wolff!

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