Geschichten vom bösen Wolf(f) – Teil 1

Der Wolf ist böse. Das wissen wir von den Brüdern Grimm. Er frisst Großmütter und hat Appetit auf Rotkäppchen. Wenn nun der Wolf schön böse ist, wie böse muss dann erst der Wolf(f) sein? Das musste sich die "Märchentante" nicht fragen. Das weiß sie schon. Schließlich kennt sie als Wolffsexpertin ja noch mehr "haarsträubende Geschichten". Hier ist solch eine Geschichte:

 

Am 13.06.2013 bestätigt Renate Nowarre, die damalige Leiterin von DiaCare, einer Frau B., dass diese einen Betrag von 1.000 Euro "als Reservierungssummer für ein zukünftiges Appartement im Solivda" hinterlegt hat. Harald Wolff, der Geschäftsführer von Solvida (Eigentümer und Vermieter der Apartments in Solvida) erfährt davon nichts. DiaCare vereinnahmt das Geld und niemand fragt, warum DiaCare Geld für die Reservierung von fremdem Eigentum annimmt, ohne den Eigentümer zu informieren und das Geld weiterzuleiten.

 

2015 veräußert die Diakonie, bisheriger Eigentümer von DiaCare, die Geschäftsanteile an die Firmengruppe von Harald Wolff. Es werden Details vereinbart, unter anderem, dass nach Übergabe und Abrechnung von klar definierten Kosten und Verpflichtungen, keine weiteren Verpflichtungen bekannt sind. Keine Leichen im Keller! Geschäftsführer wird Thomas Herrera Schäfer, Rechtsanwalt/Abogado.

 

Im Frühjahr 2017 erscheint Frau B. im Büro von Harald Wolff. Sie erklärt, nun nicht mehr in Solvida einziehen zu wollen, damit sei die Reservierung hinfällig und sie wolle das Geld zurück. Wolff ist überrumpelt und weiß von nichts. Das sagt er Frau B. auch und erklärt ihr, dass, wenn tatsächlich eine Reservierung vorliegt, was zu prüfen ist, die Reservierungsgebühr verfällt, wenn die Reservierung nicht wahrgenommen wird. Frau B. ist außer sich und beschwört Wolff, auch in nachfolgenden Telefonaten, ihr das Geld zu geben. Sie benötige es, um nach Deutschland zu fliegen und dort einer schwerkranken Freundin beizustehen. Sie fliege am Freitag, also müsse bis dahin das Geld da sein. Der böse Wolff lehnt ab.

 

Zwischenbemerkung:

Bei Einzug in Solvida sind 2 Monatsmieten als Kaution und die erste Monatsmiete fällig. Da kommt man mit 1.000 Euro nicht aus. Wenn Frau B. also so mittellos ist, dass sie einen Flug zu ihrer Freundin nicht bezahlen kann, wie hätte sie jemals in Solvida einziehen können? Aber gut, wir reden ja auch von Märchen.

 

Nun wendet sich Frau B. an Lüppo Cramer von "wir für Sie" und Pfarrer Klaus Eicher vom Evangelischen Tourismus-Pfarramt der EKD an der Costa Blanca. Die nehmen keinen Kontakt mit Solvida auf, sondern wenden sich an die Diakonie in Neuendettlesau. Die verweist zurück an SolvidaCare. Nun wird Frau B. amtlich. Sie schreibt ein Einschreiben mit Rückantwort und Fristsetzung an Solvida S.L. Harald Wolff. Dass das der falsche Ansprechpartner ist, sei ihr nicht vorgeworfen. Im Schreiben, das dagegen eher professionell wirkt, nimmt sie Bezug auf Details der Firmenübernahme, die nicht veröffentlicht waren und auch die Diakonie nicht erwähnt.

 

Das Schreiben wird zuständigkeitshalber von Thomas Herrera Schäfer beantwortet, dem Geschäftsführer von SolvidaCare, der auch Rechtsanwalt ist. Der lehnt die Forderung ab und erklärt auch, warum. Fertig!

 

Nun hat sich Frau B. offenbar mit Hilfe von "wir für Sie" und vielleicht auch des Pfarramts, entschieden, nicht den Rechtsweg, sondern den Schlammweg zu beschreiten. Dabei macht man sich schmutzig.

 

Die Brüder Grimm haben sich um deutsches Kulturgut und die deutsche Sprache verdient gemacht. Mit Märchen.

Nicht immer verfolgt die Beschäftigung mit Märchen derart löbliche Ziele.

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